Fussfit-Studie: Wissenschaftliche Studie über das Fußfit-Konzept des Gesundheitsstudios MOV3 

MOV3 Blog Fussfit-Studie

MASTERARBEIT VON GINA SILL & KERSTEN SCHINKE

Im Rahmen einer Masterarbeit erfolgt die Zusammenarbeit des Gesundheitszentrums MOV3 in Bremerhaven mit dem Fachbereich „Life Science Engineering“ der Technischen Hochschule Mittelhessen in Gießen. Im Zuge dieser Kooperation wird ein auf den Fuß ausgerichtetes funktionelles Trainingskonzept im Rahmen einer 12-wöchigen Studie untersucht, um wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen. 

 

EINZIGARTIGES FUSSFIT-KONZEPT

Das einzigartige Fußfit-Konzept stellt dabei ein gezieltes Ganzkörpertraining mit dem Fokus auf den meistunterschätzten Teil des menschlichen Körpers, den Fuß dar. In vorangegangener Zusammenarbeit mit dem Studiengang der Medizintechnik an der Hochschule in Bremerhaven wurde das funktionelle Fußtraining unter statischen sowie dynamischen Aspekten untersucht. Anhand einer achtwöchigen Studie ist mit dem Schwerpunkt auf die fasziale Struktur die Stabilitäts- sowie Mobilitäts-Dynamik des menschlichen Körpers erfolgreich evaluiert worden. Neben der Minderung der empfundenen Schmerzwahrnehmung in Bereichen der Lenden- sowie Brustwirbelsäule, konnte mittels einer Fußdruckmessplatte des Unternehmens DIERS eine messbare Verbesserung des Gangbilds sowie der Beinachsenstabilität erfasst werden. Neben diesen messtechnisch signifikanten Effekten, zeigten sich ebenso bewusstseinsstärkende Auswirkungen durch das mehrwöchige Training. Da die allgemeine Idee und Herangehensweise der damals entwickelten Studie auf gesunden Patienten beruht, ist im aktuellen Kontext die Bedeutung des Fußfit-Trainings auf die Rehabilitation, wobei in der Bewegung vorbelastete Patienten untersucht werden.

Aus diesem Grund wird in der aktuellen Studie die Effektivität des Fußfit-Konzepts bei Teamsportlern mit chronischer Sprunggelenksinstabilität analysiert. Eine Verletzung des Sprunggelenks stellt dabei eines der häufigsten Leiden im Sport dar, insbesondere in Pivot-Sportarten, in welchen der Sportler häufigen Cutting-Bewegungen, Sprüngen oder repetitiven Start-Stopp-Antritten ausgesetzt ist. Dabei zählen Verletzungen der Sprunggelenksbänder zu den häufigsten Verletzungen des Bewegungsapparates. In bis zu 40 % der Fälle kann zudem eine Ruptur der Bänder zu einer chronischen funktionellen oder mechanischen Instabilität führen. Um in einem nächsten Schritt eine chirurgische Korrektur zu vermeiden, schafft ein auf den Fuß ausgerichtetes funktionelles Trainingskonzept eine alternative Behandlungsmethode. Demnach kann das Fußfit-Konzept des Unternehmens MOV3 eine ideale Voraussetzung für ein muskelkräftigendes und propriozeptives Training bei Sprunggelenksverletzungen bieten.

 

AN DER STUDIE TEILNEHMEN

Um die bedeutenden Effekte hinsichtlich des auf den Fuß ausgerichteten funktionellen Trainingskonzepts zu evaluieren, suchen wir für die aktuelle Studie aktive Ballsportler mit anhaltenden Beschwerden einer diagnostizierten Bandverletzung des Sprunggelenks, welche mindestens sechs Monate zurückliegt. Die Effekte des Fußtrainings auf den Stabilisationszustands deines Bewegungsapparates werden durch eine funktionelle Fußdruckvermessung eingeordnet. Zudem bietet die elektromyographische Untersuchung (EMG) die Möglichkeit, den Kontraktionszustand der für die Fragestellung interessanten Muskeln zu messen. Neben der muskulären Ermüdung und dem muskulären Timing kann vor allem die maximale Muskelaktivität visualisiert werden. Darüber hinaus werden die Muskelvolumenänderungen mittels Magnetresonanztomographie beurteilt, welches ein weiteres Verfahren zur Beurteilung des Trainingserfolgs hinsichtlich der Instabilität darstellt.

Um den Trainingserfolg bestmöglich zu analysieren, suchen wir Probanden, welche die oben genannten Kriterien erfüllen und bereit sind, ein 1- bis 3-mal wöchentliches Fußtraining über einen Zeitraum von 12-Wochen durchzuführen.

Der Ausdruck „wir“ steht dabei neben dem gesamten Trainerteam des MOV3 ebenfalls für Gina Sill & Kersten Schinke. Die beiden haben gemeinsam an der Hochschule Bremerhaven studiert und ihren Bachelor of Science im Studienfach Medizintechnik absolviert. Zurzeit sind die beiden im Masterstudiengang „Medizinische Physik“ an der TH Mittelhessen immatrikuliert und verfassen ihre Masterarbeit hier bei uns im Unternehmen.

 

INTERESSE?

Wenn du interessiert bist, an der Studie teilzunehmen sowie einen entscheidenden Beitrag zu unserer Forschung und vor allem zu deinem körperlichen Wohlbefinden beizutragen, dann melde dich gerne bei uns!